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Kapuzinerkresse – ein vielseitiges Kraut

© Merrillie AdobeStock 294084670
Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum) hat wirklich viele angenehme Seiten. Mit ihren leuchtenden Gelb-, Orange- und Rottönen ist sie ein Blickfang in jedem Garten – doch auch in Töpfen und Kübeln zeigt sie eine gewisse Genügsamkeit. Die rankenden Sorten geben außerdem einen sommerlichen Sichtschutz. Ihren Namen verdankt sie wohl der Form ihrer Blüten, die den Kapuzen von Mönchskutten ähneln. Möglicherweise soll dieser Name jedoch daran erinnern, dass vielleicht jene Mönche, die Kapuziner, sich bereits seit dem 17. Jahrhundert die Heilkraft dieser Pflanze zunutze gemacht haben. Jedenfalls wurde die Kapuzinerkresse, nachdem sie von Südamerika nach Europa gereist war, zunächst in Klostergärten angebaut. 2013 wurde ihr die Ehre „Arzneipflanze des Jahres“ zuteil.
Die enthaltenen Senföle können zur Bekämpfung von Bakterien, Viren und Hefepilzen beitragen, eine insbesondere bei Katarrhen der oberen Luftwege sowie bei Blasen- und Harnwegsinfektionen geschätzte Eigenschaft. Auch bei Verdauungsstörungen leistet die Kapuzinerkresse gute Dienste. Äußerlich angewendet begünstigt sie die Wundheilung, regt die Durchblutung an und wird auch bei der Behandlung von Hautunreinheiten eingesetzt. Insgesamt ist die Kapuzinerkresse gut geeignet, die körpereigene Immunabwehr zu unterstützen.
Doch sie tut nicht nur gut, sie schmeckt auch noch entsprechend: Ebenfalls dank der Senföle angenehm scharf! Alle Pflanzenteile wie Samen, Knospen, Blüten und Blätter sind essbar. Als Kapern-Ersatz lassen sich die Knospen und Samen in Essig einlegen, doch bevorzugt werden die jungen Blüten und Blätter verwendet, um Quark, Salate oder Kräuterbutter aufzuhübschen und ihnen eine weitere pikante Note zu geben.
Als „Läusefänger“ hat sich die Pflanze bei Obstbauern beliebt gemacht: Rund um den Baum (auf der Baumscheibe) ausgesät, zieht sie die Schädlinge an wie das Licht die Motten – und der Obstbaum hat seine Ruhe vor den lästigen Läusen. Ameisen, Mäuse, Schnecken und Raupen dagegen sind gar nicht scharf auf die hübsche Kresse; zwischen Gemüsepflanzen wie Salat, Bohnen, Tomaten etc. schreckt sie diese Schädlinge ab.
Und noch eine spezielle Begabung wird der Kapuzinerkresse zugesprochen: Sie betätigt sich gerne als „Wetterfrosch“. Lange bevor Regen einsetzt, sollen sich Wasserperlen auf den Blättern bilden.

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